Schwierigkeiten des Übersetzens
Was macht eigentlich eine gute Übersetzung aus?
Allgemein liegt die Kunst beim Übersetzen darin, den Text so exakt wie möglich zu übertragen, ohne dabei den Sinn und den Stil des Originaltextes zu verändern. Die Schwierigkeit liegt darin, selbst zu entscheiden was notwendig und wichtig ist, um die Intension des Autors auch im Zieltext wiederzugeben.
Genauigkeit?
Die Frage ist, in wie weit man beim Übersetzen überhaupt genau sein kann. Die Vorstellung einen Text Wort für Wort zu übersetzen hat nichts mit der Sprachwirklichkeit zu tun. Keine zwei Sprachen sind sich in Semantik, Anordnung von linguistischen Elementen und Wahl der grammatischen Formen so ähnlich, dass es möglich wäre, einfach durch wörtliches Übersetzen die eine in die andere Sprache umzuwandeln.
Einwandfreie Sprachkenntnisse?
Natürlich muss ein Übersetzer die Zielsprache und die Ausgangssprache perfekt beherrschen. Doch gute grammatikalische Kenntnisse allein helfen auch dem besten Übersetzer nicht weiter. Er braucht zusätzlich ein breites kulturelles und soziales Basiswissen und ein Feingefühl für die Sprache, um den Text so zu übertragen, dass der Leser ihn als Originaltext versteht.
Schreibstil?
Der Schreibstil sollte sich dem des Ausgangstextes anpassen. Für eine gute Übersetzung ist es wichtig, dass der Ton des Originaltextes wiedergegeben wird, sodass der sachliche Text sachlich geschrieben ist und der literarische Text literarisch.
Auch Interpretationen, Beschönigungen und Paraphrasen haben in Übersetzungen nichts zu suchen. Grundsätzlich scheint die Kunst beim Übersetzen also darin zu liegen, einen guten Übersetzer zu finden, der einerseits ein gute Sprachgefühl besitzt, andererseits aber auch bestimmte Kriterien beachtet, um seine Übersetzung dem Original so ähnlich wie möglich zu machen.